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Ultra-rechte Israelis provozieren mit Gedenkmarsch

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Ultra-rechte Israelis provozieren mit Gedenkmarsch

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Im Umfeld einer Demonstration ultra-rechter Israelis ist es in der Stadt Umm al-Fahm zu Ausschreitungen gekommen. Die Kontrahenden: Vermummte arabische Jugendliche und rund 1.000 Polizisten. Sie waren gekommen, um den ultra-rechten Aktivisten Baruch Marzel und mehrere Dutzend israelische Demonstranten zu schützen. Steine flogen, Blendgranaten und Tränengas. Zehn Vermummte wurden festgenommen.

Die Ultra-Rechten wollen des 20. Todestages ihres spirituellen Führers Rabbi Meir Kahane gedenken.
Ein ähnlicher Gedenkmarsch endete im vergangenen Jahr in Zusammenstößen mit Dutzenden Verletzten.

In der Stadt Umm al-Fahm im Norden Israels leben fast ausschließlich Araber. Hier ist der Sitz von Sheikh Raed Salah, eines Führers der Islamischen Bewegung. Jeder fünfte Bewohner Israels gehört zur arabischen Minderheit.

Die Polizei hatte den Protestmarsch aus Furcht vor Gewalt ursprünglich verboten. Das oberste Gericht in Israel erteilte jedoch später eine Genehmigung.

Organisator Baruch Marzel:

“Wir sind gekommen, um in Umm al-Fahm zu demonstrieren. Es liegt im Herzen Israels. Da gibt es das Krebsgeschwür der islamischen Bewegung, das will den Staat Israel zerstören. Sie wollen mit Hisbollah und Hamas zusammenwirken und Israel von innen heraus kaputtmachen. Wir protestieren dagegen. Israels Regierung soll die Islamische Bewegung verbieten.”

Meir Kahane, geboren und bei einem Attentat gestorben in den USA, war ein radikaler Nationalist und Zionist. Sein erklärtes Ziel war die Errichtung von Großisrael. Israelische Behörden haben seine Kach-Bewegung für illegal erklärt – sie unterstütze Anschläge gegen die arabische Minderheit und die israelische Regierung.