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US-Wahlkampfthema Arbeitslosigkeit

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US-Wahlkampfthema Arbeitslosigkeit

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In diesem amerikanischen Wahlkampf heisst eines der Hauptthemen ARBEITSLOSIGKEIT.
Die ist zum Schreckgespenst geworden auf jeder “mains-street”. Diese hier liegt in im Bundesstaat Pennsyvania. Der Ort heisst Bensalem.
Bis ins Zentrum der Macht, nach Washington D.C., fährt man nur drei Stunden. Die gut 50.000 Einwohner haben innerhalb eines Jahres die Arbeitslosigkeit am Ort um 4 % steigen sehen.
Kleine Städte wie diese hat die Krise hart getroffen.
Erst den Job verlieren und dann das Haus an die Bank – da musste manch einer erkennen, wie schnell aus dem “amerikanischen Traum” ein Albtraum werden kann.

Diese Leute hat es schon getroffen.
Jobless peoples. Sie schreiben Postkarten, um andre Arbeitslose aufzufordern, am 2. November zur Wahl zu gehen. Robert DeBovis zum Beispiel, Uni-Absolvent, hat seit 18 Monaten nichts.
Ihn hat es kalt erwischt. “Arbeitslos” das klang früher für ihn wie “Spaß haben”. Jetzt hat er schon als Schlachter gejobbt und sich in einer Bäckerei beworben.
Donna Johnson ist 58, zwei Jahre arbeitslos.
Sie spricht vom tiefen Fall der Industrienation, in der es Arbeit gibt, nur keinen, der dafür zahlt.
Elizabeth Lassiter, 46, geht es ebenso.
Verzweifelt beklagt sie, dass keiner mehr ihre Erfahrung schätzen und bezahlen wolle.

Amerika wäre nicht Amerika, wenn aus einem Massenproblem wie Arbeitslosigkeit nicht “grassroot groups” erwachsen würden.
Die amerikanische Art der Basis-Demokratie.
Diese hier nennt sich “Working America” .
Seine Mitglieder wollen der allgegenwärtigen Angst vor dem Abstieg eine Stimme geben, eben die des “arbeitenden Amerikas”.
Das hat Präsident Obama sehr wohl verstanden.
Sein Problem: Den Leuten klar zu machen, dass es zum größten Teil von seinem Vorgänger Bush verschuldet wurde. Er sagt: “Die Rezession hat lange vor meinem Amtsantritt begonnen.
In den 6 Monaten vor meiner Vereidigung gingen vier Millionen Jobs verloren; 750.000 im Monat meiner Vereidigung; 600.000 im darauf folgenden Monat und danach nochmal 600.000.
Wir haben 8 Millionen Jobs verloren – die meisten in der Zeit vor unserer Wirtschaftspolitik.”
Eine Arbeitslosenrate von 9,6 Prozent – das ist eine nationale Katastrophe. Die Republikaner tun aber alles, damit die Wähler nicht über die wahren Ursachen nachdenken.

3.47 the end