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USA in UN-Vollversammlung isoliert

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USA in UN-Vollversammlung isoliert

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Nahezu einstimmig hat die UN-Vollversammlung am Dienstag die USA aufgefordert, ihr Handelsembargo gegen Kuba aufzuheben. Lediglich die USA und Israel stimmten gegen die nicht bindende Resolution. Drei kleine pazifische Inselstaaten enthielten sich der Stimme.

“Zwei Jahre nachdem der US-Präsident einen Neustart der Beziehungen zu Kuba versprochen hatte, hat sich nichts geändert. Er hat seine weitreichenden Vollmachten nicht angewandt”, beklagte sich der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez.

Der US-Gesandte verteidigte das Embargo als Teil einer Politik, die auf die Förderung der Menschenrechte in Kuba abziele. Die Regierung Obama habe Beschränkungen für Familienbesuche aufgehoben: “Die Vereinigten Staaten glauben, dass es höchste Zeit für dieses Gremium ist, sich darauf zu konzentrieren, das kubanische Volk in seinem Streben zu unterstützen, selbst über seine Zukunft zu entscheiden und keine rhetorischen Schauläufe zu vollführen”, erklärte der US-Gesandte Ronald Godard.

Schon neunzehnmal hat die Vollversammlung Washington zur Aufhebung des Embargos aufgefordert; allerdings ohne Erfolg. Die Unterstützung für die Resolution hat sichin knapp 20 Jahren von anfangs etwa 50 Staaten inzwischen mehr als verdreifacht.