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Wikileaks-Vorwürfe gegen britische Soldaten

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Wikileaks-Vorwürfe gegen britische Soldaten

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Drei Einheiten der britischen Armee müssen sich auf eine Untersuchung einstellen, nachdem der Londoner Guardian Details über zivile Opfer in Afghanistan veröffentlicht hat. Die Tageszeitung berichtete, die betroffenen Verbände seien für zwei Drittel der zivilen Opfer verantwortlich, die auf das Konto der britischen Armee gingen. Das gehe aus Dokumenten hervor, die die Enthüllungswebsite Wikileaks im Juli veröffentlicht hatte.

Vize-Regierungschef Nick Clegg hatte kürzlich eine Untersuchung von Foltervorwürfen gegen die Truppen im Irak gefordert. Diese waren vor einigen Tagen ebenfalls durch Wikileaks publik geworden.

Der Guardian-Bericht zitiert 21 Vorfälle. Die meisten Zivilisten wurden getötet oder verletzt durch Angehörige der Infanterieeinheiten “Rifles” und “Coldstream Guards” sowie der Royal Marines. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bedauerte die Vorfälle, wies aber auch darauf hin, dass die meisten zivilen Opfer auf das Konto von Islamisten gingen.

Der Widerstand gegen den Afghanistan-Einsatz hat im Oktober einen Höchststand erreicht, 60 Prozent der befragten Briten halten ihn inzwischen für einen Fehler.