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Rentenstreik in Frankreich - müde bin ich, geh' zur Arbeit

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Rentenstreik in Frankreich - müde bin ich, geh' zur Arbeit

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Dem Protest gegen die Rentenreform in Frankreich geht offenbar langsam der Schwung aus.
Einen Tag nach der Verabschiedung des Gesetzes im Parlament wurden bei Demonstrationen deutlich weniger Menschen gezählt als in den vergangenen Wochen – zwischen 560 000 und zwei Millionen, je nach Standpunkt. Das ist etwa die Hälfte früherer Aktionstage. Die lagen allerdings auch nicht in den Herbstferien.

Gewerkschafter Bernard Thibault (CGT):

“Das war vielleicht noch nie da, dass viele Menschen auf der Straße waren – einen Tag, nachdem das Parlament eine Reform gebilligt hat.”

Gewerkschafter François Chérèque (CFDT):

“Es ist unsere Aufgabe zu sagen, auch heute, dieses Gesetz ist ungerecht. Die Arbeitnehmer, die Mehrheit der Franzosen, sind gegen dieses Gesetz, also müssen wir hier einfach weitermachen.”

Die Rentenreform der Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy sieht unter anderem vor, das Pensionsalter von 60 auf mindestens 62 anzuheben. Viele Arbeitnehmer, die die vollen Rentenbezüge haben möchten, müssen künftig bis 67 statt 65 arbeiten. Gegen die Reform gibt es seit Wochen Proteste und Streiks.

Flüge und Züge waren weiter gestört. Bis zu 50 Prozent der Flüge fielen aus. Auch im Bahnverkehr blieb auf manchen Routen die Hälfte der Züge auf der Strecke.

Die Versorgung mit Benzin ist gut wie überall wieder hergestellt.