Eilmeldung

Eilmeldung

Zahl der Todesopfer in Indonesien steigt

Sie lesen gerade:

Zahl der Todesopfer in Indonesien steigt

Schriftgrösse Aa Aa

Die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami in Indonesien steigt weiter. Die Rettungskräfte finden immer mehr Leichen, bislang fast 350, gut 340 Menschen werden noch vermisst. Drei Tage nach dem schweren Erdbeben läuft auch die Nothilfe für
tausende Menschen in dem Katastrophengebiet schleppend an. Tom Plummer von SurfAID sagt, es mache ihn sprachlos, was er hier sehe. Überall hätten Häuser gestanden. Man finde selbst in den Bäumen, in zwei bis drei Metern Höhe, noch Trümmer – da könne man sich vorstellen, wie hoch das Wasser gewesen sei. Die Menschen sind in Notunterkünften untergebracht, ihre Dörfer wurden teils zerstört. In der vergangenen Nacht trafen die ersten größeren Hilfslieferungen vor Ort ein. 2 400 Bedürftige hatten bis dahin keinerlei Unterstützung. Die Menschen sind auf höheres Gelände im Inneren der Inseln geflüchtet, das schwer per Auto zu erreichen ist. Die Inselgruppe westlich von Sumatra war am Montagabend von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Erdbebenwarten geben die Stärke inzwischen mit 7,7 an. Unterdessen brach der Vulkan Merapi in Indonesien ein zweites Mal innerhalb von 48 Stunden aus. Er schleuderte erneut siedend heiße Lava in die Luft, berichtete das lokale Fernsehen. Über neue Opfer gab es zunächst keine Angaben. Bei dem Ausbruch am Dienstag waren 34 Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden inzwischen beigesetzt.