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Blutige Woche in Mexiko

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Blutige Woche in Mexiko

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Nach der jüngsten tödlichen Schießerei in Mexiko-Stadt wächst die Sorge, dass die Drogenkriminalität sich nun auf die Hauptstadt ausdehnt. Bislang blieb Mexiko-Stadt vom Drogenkrieg weitgehend verschont. Bewaffnete hatten in der Nacht zum Donnerstag auf eine Gruppe junger Männer geschossen und sechs getötet. Mindestens zwei der Opfer waren den Behörden wegen Raubdelikten bekannt.

Wenige Stunden nach dem Zwischenfall zogen Studenten in Mexiko-Stadt auf die Straße: Sie demonstrierten gegen den Drogenkrieg, der auch viele junge Landsleute das Leben kostet. Allein bei vier Gewalttaten in nur einer Woche, die dem Organisierten Verbrechen zur Last gelegt werden, waren mehr als 40 junge Mexikaner getötet worden.

Kaum ein Tag in Mexiko ohne Blutbad: In den Vortagen waren in verschiedenen Städten des Landes 14 junge Leute bei einer Geburtstagsfeier erschossen worden, 13 junge Drogenabhängige in einem Heim und 15 Mexikaner in einer Autowaschanlage. Nach einem Angriff auf eine Polizeiwache im Norden des Landes quittierte die gesamte Mannschaft den Dienst.