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Indonesien: Zahl der Tsunami-Toten steigt - Merapi bricht erneut aus

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Indonesien: Zahl der Tsunami-Toten steigt - Merapi bricht erneut aus

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Mehr als vierhundert Tote sind inzwischen nach dem Tsunami auf den Mentawai-Inseln in Indonesien geborgen worden, so die Bilanz der Behörden an diesem Freitagmorgen. Die Überlebenden suchten weiter nach etwa dreihundert vermissten Angehörigen. Da die Inseln schlecht erreichbar sind und hoher Wellengang den Zugang zusätzlich erschwerte, fehlt im Katastrophengebiet fast alles: Leichensäcke, Medikamente, Hilfsgüter, Boote und Helfer.

Der Tsunami rollte am Montag in wenigen Minuten auf die Inseln zu, weil sie nah am Epizentrum des Bebens lagen: Das mit deutscher Hilfe installierte Frühwarnsystem hätte da nicht mehr genutzt, hieß es beim Geoforschungszentrum Potsdam. Alle Komponenten hätten funktioniert, dementierte das GFZ Berichte über zwei defekte Bojen des Systems vor den Mentawai-Inseln.

Auch auf der nicht weit gelegenen indonesischen Insel Java kommen die Menschen nicht zur Ruhe, der Vulkan Merapi brach an diesem Freitag erneut aus. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

Mindestens 34 Menschen waren bei den ersten Eruptionen Anfang der Woche ums Leben gekommen, etwa 40.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Behörden weiteten das als Gefahrenzone deklarierte Gebiet aus.