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Bombe in der Luftfracht: Sprengstoff war explosionsfähig

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Bombe in der Luftfracht: Sprengstoff war explosionsfähig

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Nun ist es Gewissheit: Der Sprengstoff, der am Freitag in Luftpostpaketen in Großbritannien auf dem Flughafen East Midlands und in Dubai abgefangen wurde, war voll explosionsfähig. Dennoch wurde die Terroralarmstufe in Großbritannien nicht erhöht, laut Innenministerin Theresa May gibt es keinen Hinweis auf weitere Bedrohungen.

Hingegen könne sie bestätigen, dass die beschlagnahmte Gerätschaft einsatzfähig war und hätte explodieren können. Ziel hätte ein Flugzeug sein können, und wenn der Sprengstoff explodiert wäre, hätte das Flugzeug abstürzen können.

Den Ermittlungen zufolge wussten die Attentäter wahrscheinlich nicht, wo der Sprengsatz hochgehen würde. Beide Sprengsätze waren in Druckerpatronen versteckt. Nach dem Vorfall hat Großbritannien alle unbegleitete Fracht aus dem Jemen gestoppt.

Im Jemen selbst beschlagnahmten die Fahnder mehr als zwei Dutzend verdächtige Frachtpakete. Aus Polizeikreisen hieß es, dass mehrere Mitarbeiter von Luftfracht und Fluggesellschaften verhört worden sein.

Der Verdacht verstärkte sich, dass ein Al-Kaida-Ableger im Jemen die Pakete an jüdische Einrichtungen in den USA verschickte. Der Sprengstoff, der in Dubai und in Großbritannien abgefangen wurde, war laut Medienberichten der gleiche, mit dem der sogenannte “Unterhosenbomber” im Dezember ein Flugzeug in die Luft jagen wollte. Der Mann soll mit der jemenitischen Al-Kaida in Kontakt gestanden haben.

In Philadelphia und anderen US-Flughäfen wurden Dutzene Frachtmaschinen durchsucht.