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Neue Berlusconi-Affäre beschäftigt Italien

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Neue Berlusconi-Affäre beschäftigt Italien

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Eine neue Affäre braut sich zusammen über dem italienischen Ministerpräsidenten – alles Medienmüll, so Silvio Berlusconi gestern bei der Besichtigung einer Verbrennungsanlage in Neapel. Für die Opposition aber stinkt es zum Himmel.

“Ruby” soll sie heißen, aus Marokko stammen und mit sündhaft teuren Geschenken in die Mailänder Villa des Regierungschefs gelockt worden sein. Das Problem: Sie ist erst 17. Besonders pikant: Berlusconis Büro soll Druck auf die Polizei ausgeübt haben, “Ruby” freizulassen, nachdem diese wegen Diebstahls festgenommen worden war.

“Ich habe ein großes Herz, ich helfe Menschen in Not. Aber ich will über richtigen Abfall sprechen, nicht den Müll der Medien”, …sagte Berlsuconi und versprach, die bald jahrzehntealte Krise in Neapel binnen Tagen zu lösen. Ein Verhältnis bestreiten der Ministerpräsident und das Mädchen.

Die Opposition aber will Berlusconi vor das Parlament laden. Oder besser noch: “Er soll zurücktreten, nach Hause gehen”, forderte Pierluigi Bersani, der Chef der Demokratischen Partei. “Es muss doch einen anderen Weg geben, Italien zu regieren, das Land hat ernsthafte Probleme!”

Es ist nicht das erste Mal, dass das Luxus- und Liebesleben des milliardenschweren Medienmoguls die Presse beschäftigt. Nach einer Affäre im vergangenen jahr hatte sich seine Frau scheiden lassen.