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Sprengstoff per Luftpost: Suche nach den Absendern

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Sprengstoff per Luftpost: Suche nach den Absendern

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Nach dem Sprengstoff-Fund in zwei Luftpostpaketen hat der Jemen seine Kontrollen auf den Straßen, an Flug- und Seehäfen verschärft. Die jemenitischen wie die US-Behörden suchen nach den Absendern der Pakete, die in Dubai und Mittelengland nach Hinweisen des Geheimdienstes abgefangen worden waren. Der jemenitische Ableger der Al-Kaida wird dahinter vermutet, er hatte sich zu einem ähnlichen Anschlagsversuch im Dezember bekannt.

Die Pakete waren an jüdische Einrichtungen in Chicago addressiert. Sie enthielten unter anderem eine mit Drähten und Schaltkreis manipulierte Druckerpatrone und Sprengstoff. Die britische Innenministerin Theresa May erklärte zu den Details: “Das verdächtige Paket kam aus dem Jemen. Es wurde zur Untersuchung von Forensik-Experten eingezogen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann ich sagen, dass das Paket explosives Material enthielt, aber es ist unklar, ob es sich um einen verwendbaren Sprengsatz handelte.”

Großbritannien stoppte zunächst alle Direktflüge aus dem Jemen, in den USA wurden Dutzende Frachtflugzeuge durchsucht. Präsident Obama sprach von einer glaubhaften terroristischen Bedrohung. Sicherheitsexperten zufolge könnte es sich um einen Test der Kontrollen vor einem tatsächlichen Anschlagsversuch handeln.