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Paketbomben: Saudischer Terrorist im Visier der Ermittler

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Paketbomben: Saudischer Terrorist im Visier der Ermittler

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Die Paketbombe, die am Freitag in Dubai abgefangen wurde, soll sich entgegen erster Informationen an Bord einer Passagiermaschine von Quatar Airways befunden haben. Die zwei Sprengstoffpakete waren an Synagogen in Chicago adressiert.

Bei der Suche nach den Drahtziehern haben die jemenitischen Ermittler eine Medizinstudentin festgenommen. Sie soll das Paket aufgeben und die SIM Karte gekauft haben, die an einem der Sprengsätze befestigt war. Ihre Kommilitonen halten sie für unschuldig und haben vor der Universität in Sanaa für ihre Freilassung demonstriert.

Laut ihrem Anwalt, Abdul Rahman Barman, könnte die 22-Jährige Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden sein. Er erklärt: “Ausgehend von den Informationen, die uns vorliegen, glauben wir, dass Hanan ein Opfer ist. Jemand hat ihre Handynummer auf diesen Paketen angegeben.”

Die Behörden haben weitere Verdächtige festgenommen. Es soll sich um Bekannte der Medizinstudentin handeln, die in der Anruferliste ihres Handys verzeichnet waren.

Als Hauptverdächtiger gilt jedoch Ibrahim Hassan al-Asiri. Der saudische Extremist hat große Erfahrung mit Sprengstoffen und arbeitet vermutlich mit dem jemenitischen Al-Kaida-Ableger zusammen.

Er soll an der Herstellung von Bomben für zwei andere Anschlagsversuche beteiligt gewesen sein. Jedesmal wurde der Sprengstoff PETN verwendet