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Explosive Luftfracht aus dem Jemen offenbart Sicherheitslücken

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Explosive Luftfracht aus dem Jemen offenbart Sicherheitslücken

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Im Jemen ist eine 22-jährige Studentin auf freien Fuß gesetzt worden. Unter ihrem Namen hatte eine andere Frau Paketbomben aufgegeben – offenbar ein Identitätsdiebstahl. Die Pakete wurden auf dem Weg in die USA entdeckt – eines in England mit Zwischenstop in Köln/Bonn, eines in Dubai. Sie hatten den Jemen in Passagiermaschinen verlassen. Das hatte sofort Erinnerungen an das Attentat über Lockerbie geweckt. Dabei waren vor 12 Jahren 270 Menschen gestorben.

“Vielen Dank für die Freilassung”, sagte Hanan Mohammad al-Samawi – im Jemen werden derweil noch zwei Dutzend verdächtige Pakete geprüft, gleichzeitig wurden mehrere Verdächtige festgenommen.

Die ausgefeilte Technik der Bomben war mit herkömmlichen Methoden kaum zu enttarnen – der geruchlose Sprengstoff war in der Elektronik von Computerdruckern versteckt – offenkundig unsichtbar für Röntgengeräte – eine riesige Sicherheitslücke.

Hauptverdächtiger ist für die US-Behörden der Saudi Ibrahim Hassan al-Asiri, ein Sprengstoffexperte.

Laut Bundesverkehrsministerium in Berlin fliegt Luftfracht zu 60 Prozent auf Passagiermaschinen mit.

Eine sichere Lieferkette zwischen der EU und den USA soll es mithilfe der “Verordnung 300” bis 2013 geben.