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Jetzt neu: Der Saugschwamm gegen Treibhausgase

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Jetzt neu: Der Saugschwamm gegen Treibhausgase

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Während Politiker weltweit darüber diskutieren, wie man den Ausstoß von Treibhausgasen verringern kann, haben australische Wissenschaftler jetzt womöglich eine Lösung entdeckt. Sie haben eine schwammartige Substanz etwickelt, die große Mengen an Kohlendioxid aufnehmen kann. Die Chemikerin Dr. Deanna D’Alessandro von der Universität Sydney sowie ein Team von Wissenschaftlern haben dieses Material entwickelt, das wie ein molekularer Schwamm funktioniert. Die Substanz enthält Kristalle voller mikroskopisch kleiner Löcher, in denen sich Flüssigkeit und Gas verfangen kann. Die molekulare Struktur verleiht dem ganzen eine große Innenfläche, sowie eine hohe Saugkrauft.

D’Alessandro: “Wir wollen Festmaterial herstellen. Die Strukturen sind porös, können also eine große Menge an Gas oder Flüssigkeit aufnehmen. Wir wollen speziell Treibhausgase wie Kohlendioxid speichern. Die Substanz könnte zum Beispiel in Kraftwerken eingesetzt werden, um die bisherigen Filterverfahren zu verbessern.” Kraftwerksbetreiber haben schon Interesse an der neuen Technik gezeigt, denn derzeit verwenden sie 25 bis 40 Prozent der produzierten Energie, um Kohlendioxid wieder aufzufangen. Daher ist es wichtig für sie, eine effizientere Methode zu finden. Aber der Saugschwamm kann nicht nur für Treibhausgase eingesetzt werden.

Er kann zum Beispiel auch Wasserstoff aufnehmen, was, so glauben die Forscher, die Entwicklung von mit Wasserstoff angetriebenen Autos beschleunigen kann. Professor Cameron Kepert von der Universität Sydney hofft, die Technik innerhalb der nächsten Jahre in Autos einsetzen zu können: “Das Material, das wir jetzt haben, ist drei- bis viermal so gut wie alles, was es vor vier Jahren gab. In den vergangenen Jahren gab es ein paar wirklich aufregende Entwicklungen. Wir können die Materialien zwar noch nicht in Fahrzeugen einsetzen, aber bei dem aktuellen Tempo der Entwicklung schätze ich, sind wir mittel- bis langfristig in der Lage, sie auch anzuwenden.” Die Entwickler hoffen, das hoch saugfähige Material innerhalb der kommenden zehn Jahre kommerziell vertreiben zu können.