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Missbrauchsopfer protestieren in Rom

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Missbrauchsopfer protestieren in Rom

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In Rom haben mehrere Dutzend Opfer sexuellen Missbrauchs ein energischeres Vorgehen des Papstes gegen die verantwortlichen Priester verlangt. “Hände weg von den Kindern” und
“Kirche ohne Missbrauch” verlangten sie auf einer Kundgebung in der Nähe des Vatikans. Zu dem Sit-in hatte die amerikanische Opferorganisation “Survivors Voice” aufgerufen.
Zwei der Demonstranten wurden zu einem Gespräch in den Vatikan vorgelassen. “Ehrlich gesagt, es war nicht gut”, sagt Bernie Mcdaid, “ich wünschte, sie würden etwas mehr geben. Es ist immer das gleiche Gerede. Ich weiss nicht, wie ich Ihnen helfen kann, es ist ein größeres Problem, als wir gedacht haben, wir wollen helfen.” Sue Cox meint, es sei dem Vatikan keine Herzensangelegenheit. Die Besuche seien nur Formsache, dort würde man sich wohl gratulieren, dass man Leute empfangen habe. Ändern würde sich aber nichts. Als Vatikan-Sprecher Federico Lombardi zu der Gruppe stieß, um seine Solidarität mit ihrem Leiden auszudrücken, wurde er beschimpft und zurückgewiesen. Papst Benedikt hatte wiederholt die schwere Sünde des Missbrauchs in der Kirche beklagt, mit Opfergruppen gesprochen und eine Bestrafung der Täter verlangt.