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Jemen im Terror-Fokus


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Jemen im Terror-Fokus

In Shabwa im Süden des Jemen haben militante Extremisten eine Öl-Pipeline zu einem Exporthafen am Arabischen Meer in die Luft gesprengt, offenbar mit einem Zeitzünder. Die Leitung werde von einer südkoreanischen Firma betrieben, so die Nachrichtenagentur Reuters weiter. Unter Verdacht: Al-Qaida.

Gleichzeitig hat im Jemen hat eine groß angelegte Militäroperation gegen mutmaßliche Top-Terroristen begonnen.

Gesucht wird der militante Prediger Anwar al-Awlaki, ein US-Bürger mit Wurzeln im Jemen – amerikanische Fahnder wollen ihn – tot oder lebend. Gegen ihn begann in Abwesenheit ein Prozess in Sanaa. Der Hauptangeklagte soll im Oktober einen Franzosen erschossen und einen Briten verletzt haben.

Ebenfalls ganz oben auf der Fahndungsliste: Ibrahim Hassan al-Asiri aus Saudi-Arabien. Er soll die Paketbomben gebaut haben, die in den letzten Tagen in Luftfrachtpaketen aus dem Jemen entdeckt wurden.

Seit etwa zehn Jahren kämpft die Regierung mehr oder weniger entschlossen gegen Terroristen der Al-Kaida, die sich in einigen Stammesgebieten verschanzt haben. Die Stammesfürsten im Landesinneren erkennen zum Teil die Zentralregierung nicht an.

Die aktuelle Offensive soll nach Ansicht von Beobachtern eine mögliche Intervention amerikanischer Anti-Terror Sondereinsatzkommandos im Jemen verhindern.

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