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Kongresswahl in den USA

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Kongresswahl in den USA

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Gut zwei Jahre nach dem triumphalen Einzug Barack Obamas in das Weiße Haus droht seinen Demokraten ein Wahldebakel. Umfragen zufolge wird die Partei bei der heutigen Kongresswahl wohl ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus verlieren. Auch der Vorsprung im Senat wackelt. Das Regieren würde dann für Obama weitaus schwieriger werden. Die Wahl gilt auch als Referendum über seine Politik.

Viele Amerikaner sind vom wirtschaftspolitischen Kurs der Regierung enttäuscht, obwohl die schwere Finanz- und Wirtschaftskrise unter Obamas Vorgänger George W. Bush begonnen hatte. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton machte für die Demokraten Wahlkampf: “Es macht mich betroffen, dass nach dieser furchtbaren Rezession, in der wir waren, die Menschen so aufgeregt sind, dass wir eine Fakten-freie Wahl haben, in der eine Menge Wähler genau das Resultat erhalten werden, dass sie nicht wollen. Es geht nicht um Rechts oder Links, es geht um Morgen gegen Gestern.”

Vom Frust der Bürger profitiert vor allem die rechtspopulistische Tea-Party-Bewegung, die zahlreiche republikanische Kandidaten unterstützt. Gewählt werden auch die Gouverneure in mehr als 30 der 50 Staaten. Im Kongress werden alle 435 Sitze des Abgeordnetenhauses neu vergeben, im Senat ist es ein gutes Drittel der 100 Mandate.