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Regierungen wollen Sicherheit für Luftfracht erhöhen

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Regierungen wollen Sicherheit für Luftfracht erhöhen

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Nach dem Fund von Paketbomben aus dem Jemen haben zahlreiche Regierungen in Europa ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Eines der Pakete wurde am Flughafen Köln/Bonn umgeladen, die deutsche Bundesregierung prüft nun weitere Verschärfungen im Frachtverkehr. Nach dem Flugverbot für Maschinen aus dem Jemen erwägt sie auch Einfuhrverbote aus anderen Ländern. Die Niederlande haben die Einfuhr von Luftfracht aus dem Jemen ebenfalls untersagt. Großbritannien lässt auch keine unbeaufsichtigte Luftfracht aus Somalia mehr ins Land. Die Luftfahrtindustrie befürchtet nun strengere Auflagen für Flugpassagiere. Ryanair-Chef Michael O’Leary fordert eine angemessene Antwort. Der Fracht- und Paketverkehr könne stärker überwacht werden. Man brauche aber nicht noch mehr komplizierte und uneffektive Sicherheitsmaßnahmen für Passagiere an den Flughäfen. Schon die Existierenden hätten keinen Einfluss auf die Sicherheit. Hundertprozentige Sicherheit ist nach Experten-Meinung kaum möglich. Der Sprengstoff war in Toner-Kassetten für Drucker versteckt und kaum zu erspüren. US-Ermittler vermuten den Terroristen Ibrahim Hassan al-Asiri hinter den Anschlagsplänen. Er gilt als eine der führenden Figuren der Terrororganisation al-Kaida auf der arabischen Halbinsel und als begabter Bombenbauer. Die Paketbomben waren in Dubai und Großbritannien entdeckt worden. Sie sollten vom Jemen aus an Ziele in den USA verschickt werden. Die USA entsandten Experten zur Schulung von Flughafenpersonal in den Jemen.