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Athen stoppt Luftpost-Sendungen

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Athen stoppt Luftpost-Sendungen

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Als Konsequenz auf den Briefbombenterror wurden um Mitternacht für 48 Stunden alle Kurierdienste von Griechenland ins Ausland eingestellt.

Mit dieser Maßnahme will Athen verhindern, dass weitere Sprengsätze das Land über den Luftweg verlassen und möglicherweise in Frachtflugzeugen oder bei den Empfängern in anderen Staaten explodieren. Auch im Bundeskanzleramt in Berlin hatte eine Paketbombe Alarm ausgelöst.

Bundesinnenminister, Thomas de Maziere:
“Erste Untersuchungen haben ergeben, dass das besagte Paket nicht nur einen griechischen Absender hatte, sondern auch tatsächlich vor zwei Tagen aus Griechenland verschickt worden ist.”

In Athen detonierte unterdessen ein Sprengsatz im Garten der schweizerischen Botschaft. Sicherheitskräfte hatten ihn dort zur Explosion gebracht. Nach Polizeiangaben waren auch Pakete an die deutsche, die bulgarische und die russische Vertretung in Athen adressiert.

Hinter den Taten sollen Mitglieder einer linksradikalen Gruppierung stehen, die sich “Zellen des Feuers” nennt. Die Gruppe hatte sich bereits in den vergangenen drei Jahren zu Bombenanschlägen auf Banken, Regierungsgebäude und ausländische Firmen bekannt.