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Iran schlägt im Raketenstreit mit Russland zurück

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Iran schlägt im Raketenstreit mit Russland zurück

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Im Streit um die Annulierung russischer Raketenlieferungen an den Iran hat der iranische Präsident Mahmud Amadinedschad verbal nachgerüstet. Die Regierung in Moskau hatte im September einen Vertrag über S-300-Abwehrraketen aufgehoben. Eine bereits erhaltene Anzahlung will Moskau zurückerstatten.

Ahmadinedschad warf dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew vor, unter dem Einfluss des Satans zu stehen. Der Iran werde sich auch ohne die Raketen verteidigen, so Ahmadinedschad in Bodschnurd im Norden des Landes.

Teheran betrachtet die Verträge weiter als gültig. Insgesamt hatte die Lieferung ein Volumen von 570 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere annullierte Rüstungsabkommen in Milliardenhöhe.

Moskau hatte den Schritt mit neuen Sanktionen im UN-Sicherheitsrat begründet, die Russland selbst mitgetragen hatte. Der Westen verdächtigt den Iran, an einer Atombombe zu bauen, was Teheran bestreitet. In Kürze sollen die Verhandlungen im Atomkonflikt wieder aufgenommen werden.