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Universeller Krebs-Biomarker entdeckt

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Französische und amerikanische Forscher haben einen Biomarker entdeckt, mit dem mehrere Krebsarten aufgespürt und in Zukunft möglicherweise besser behandelt werden können. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Tumore Rezeptoren für das Follikel-stimulierende Hormon FSH ausbilden. Die Forscher vom medizinischen Institut INSERM in Paris und der Mount Sinai School of Medicine in New York hoffen, mit der Entdeckung dieses Markers eine universelle Therapie für mehrere Krebsarten entwickeln zu können.

Unter der Leitung von Doktor Nicolae Ghinea untersuchten die INSERM-Forscher 1.300 Patienten, die an elf Arten von Krebs litten. Sie fanden den Rezeptor FSH in Gewebeproben von sämtlichen Versuchsteilnehmern, sowohl in frühen als auch in späten Entwicklungsstadien. Das Hormon wurde in den Tumor versorgenden Blutgefäßen entdeckt, wo es sich in einer Peripherie von etwa zehn Millimeter Dicke bildet.

“Es bildeten sich in allen Fällen Blutgefäße, die den Tumor versorgen”, sagt Nicolae Ghinea, “ohne sie kommt es zu keiner weiteren Vermehrung der Krebszellen.”

FSH ist mit traditionellen Methoden leicht aufzuspüren. In der weiteren Forschung wird es darum gehen, die jeweilige Krebsart so schnell wie möglich zu identifizieren. Mit Hilfe der Magnetfeld-Resonanz-Tomografie sollen die Rezeptor im ganzen Körper aufgespürt werden.

Werden die Krebszellen früh genug entdeckt, könnten sie rechtzeitig zerstört werden. Doch der Weg zu einer universellen Krebstherapie ist noch weit, räumt Nicolae Ghinea ein. Die Forschung muss zunächst auf weitere Krebsarten ausgeweitet werden, um bestätigen zu können, dass die Rezeptoren auch dort nachweisbar sind.

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