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Weil es so schön war: Zweiter Wahlgang für Elfenbeinküste

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Weil es so schön war: Zweiter Wahlgang für Elfenbeinküste

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Fünf Jahre haben die Bürger des Staates Elfenbeinküste auf die überfällige Präsidentenwahl gewartet – jetzt müssen sie zur Stichwahl am 28. November nochmal an die Urnen. Die Ergebnisse laut Wahlkommission: – Amtsinhaber Laurent Gbagbo 38 % – Ex-Ministerpräsident Alassane Ouattara 32 % – Ex-Präsident Henri Konan Bédié 25 %

Bédiés Anhänger akzeptieren das Ergebnis nicht.

Alphonse Djdje Mady, Generalsekretär der Partei PDCI:
“Die Partei PDCI sieht eine klare Absicht, die Ergebnisse zu manipulieren. Resultate sollten noch nicht bekanntgegeben werden. Wir wollen, dass neu ausgezählt wird.”

Der Staat Elfenbeinküste in Westafrika ist seit einem bewaffneten Aufstand im Norden des Landes gegen Präsident Gbagbo vor acht Jahren in zwei Teile zerrissen – dabei ging es auch um die Nationalität des Kandidaten Ouattara. Auch der Verfall der Kakaopreise trug bei zu den inneren Spannungen. Seit 2007 wird an der Versöhnung gearbeitet. Die Bevölkerung besteht aus rund 60 Ethnien, die lange friedlich zusammenlebten.

Auch die Wahl am Sonntag war friedlich verlaufen, mit einer respektablen Wahlbeteiligung von rund 80 Prozent.