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Spionage oder "anti-russische Hysterie" in Georgien

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Spionage oder "anti-russische Hysterie" in Georgien

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Die Kaukasusrepublik Georgien hat nach eigenen Angaben einen russischen Spionagering mit 13 Agenten ausgehoben. Die in Achara festgenommenen Männer, darunter auch vier Russen, hätten den früheren Kriegsgegner Moskau mit geheimen Informationen versorgt, so ein Sprecher des georgischen Innenministeriums in Tiflis. Der Feind habe einen großangelegten Spionageangriff geplant. Die mutmaßlichen Agenten hätten offiziell für Ölfirmen gearbeitet.

Das Außenministerium in Moskau wies die Spionage-Vorwürfe als anti-russische Hysterie zurück. Der georgische Präsident Michail Saakaschwili leide unter chronischer Paranoia und Verfolgungswahn, hieß es in einer Erklärung des russischen Außenministeriums.

Russland und Georgien unterhalten seit ihrem Südkaukasuskrieg 2008 keine diplomatischen Beziehungen mehr. Damals hatte die georgische Führung die Kontrolle über ihre abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien verloren.

Bereits im Oktober 2006 hatte Georgien vier russische Offiziere unter Spionageverdacht festgenommen und damit Russland sehr verärgert.
Moskau zog fast das gesamte Personal aus seiner damals noch existierenden Botschaft in Tiflis ab.