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US-Arbeitsmarkt bleibt ein Sorgenkind

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US-Arbeitsmarkt bleibt ein Sorgenkind

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Die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt scheint sich langsam etwas zu verbessern. Wie das US-Arbeitsministerium bekanntgab, wurden im Oktober rund 150.000 zusätzliche Stellen geschaffen, mehr als doppelt so viele wie im Vorfeld von Experten prognostiziert. Die Arbeitslosenquote verharrte wie schon in den Vormonaten bei 9,6 Prozent. Im Mai war die Quote noch bei 9,7 Prozent gelegen, im Juni und Juli ging sie leicht zurück um im August wieder um 0,1 Prozentpunkte anzusteigen.

Dabei sind durchwegs alle Sektoren betroffen, wenn auch die Auftragslage der Industrie zuletzt leicht anzog. Der Privatkonsum hingegen, eine der Hauptstützen der US-Konjunktur, bleibt verhältnismäßig schwach und das verspricht für die Zukunft nichts Gutes – zumal die Politik nach den Kongresswahlen kaum mehr handlungsfähig ist. US-Präsident Barack Obama rief denn auch alle Parteien auf, Vorschläge zu machen, wie man die Lage verbessern könne. “Für den Mittelstand haben wir gerade eine Gesetz verabschiedet, das auf den Ideen beider Parteien basiert”, sagte Obama. “Ich bin für alle Ideen offen, für alle Vorschläge, wie man das Wirtschaftswachstum beschleunigen kann, damit jene, die Arbeit suchen, rascher einen Job finden.”

Für die US-Notenbank ist die prekäre Lage am Arbeitsmarkt einer der Hauptgründe, um die Geldpresse anzuwerfen und weitere Staatsanleihen zu kaufen. Fed-Chef Ben Bernanke kündigte zudem an, die Anleihenkäufe notfalls weiter aufzustocken. Mit dieser Politik will die Fed vor allem Verbraucher und Unternehmen zum Geldausgeben animieren.