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Spaziergang in Nizza statt Pressekonferenz

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Spaziergang in Nizza statt Pressekonferenz

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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und Chinas Präsident Hu Jintao haben zum Ende des Staatsbesuchs des chinesischen Gastes auf eine Pressekonferenz verzichtet. Stattdessen flanierten die beiden Politiker die Nobelmeile “Promenade des Anglais” im südfranzösischen Badeort Nizza entlang und ließen sich zujubeln.

Menschenrechtler werfen Sarkozy vor, Wirtschaftsinteressen über den Kampf für Menschenrechte zu stellen. Hintergrund der Kritik sind die bei dem Treffen geschlossenen Milliardenverträge zwischen chinesischen und französischen Unternehmen. Ihr Volumen wurde auf mehr als 20 Milliarden Euro beziffert.

Unter anderem der Flugzeugbauer Airbus und der französische Atomkonzern Areva griffen Milliardenaufträge ab.

In Paris protestierten Aktivisten gegen die Menschenrechtspolitik Chinas. Die Sicherheitskräfte nahmen mehrere Demonstranten fest, die Schilder hochhalten wollten, als der chinesische Staatsgast vorbeifuhr.