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Erste Wahl in Birma nach zwanzig Jahren - doch die Militärdiktatur bleibt

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Erste Wahl in Birma nach zwanzig Jahren - doch die Militärdiktatur bleibt

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Die Opposition sprach schon vor der Parlamentswahl an diesem Sonntag von Wahlbetrug, die Vereinten Nationen bezweifeln, dass die Abstimmung frei und fair abläuft. Zwar stehen mehr als dreißig Parteien zur Auswahl, aber nur zwei Parteien, die beide dem Militär nahestehen, konnten bedingt durch hohe Registriergebühren in allen Wahlkreisen Kandidaten aufstellen. Außerdem sind 25 Prozent der Parlamentssitze für das Militär reserviert.

Insofern sehen Kritiker in der Wahl bloß den Versuch der Militärjunta in Birma – oder Myanmar – ihre Macht zu zementieren.

Die berühmteste Oppositionsführerin, Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, hat zum Boykott aufgerufen. Sie selbst steht weiter unter Hausarrest, ihre Partei wurde zur Auflösung gezwungen. Die letzten Wahlen vor zwanzig Jahren hatte die Partei haushoch gewonnen, doch die Junta ignorierte den Sieg.

Trotz allem erhoffen Beobachter sich nach der heutigen Wahl eine langsame Öffnung des Landes.