Eilmeldung

Eilmeldung

Im Stop-und-Go und unpünktlich nach Gorleben

Sie lesen gerade:

Im Stop-und-Go und unpünktlich nach Gorleben

Schriftgrösse Aa Aa

Bei den Protesten gegen den Atommülltransport nach Gorleben ist es am Sonntagvormittag zu schweren Auschreitungen gekommen. Westlich von Leitstade entfernten rund 250 Menschen auf einer Strecke von sechs Metern Länge die Steine aus dem Gleisbett. Als die Polizei eingriff, setzten die Demonstranten Tränengas und Leuchtmunition ein. In einem Waldgebiet nahe Hitzacker ging die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen mehrere tausend Demonstranten vor, die die Gleise stürmen wollten.

Bei einem knapp zweistündigen planmäßigen Zwischenstopp am Sonntagvormittag in Lehrte bei Hannover wurden das Personal und die Loks ausgetauscht. Der Zug mit den elf Atommüllbehältern nähert sich im Stop-und-Go langsam seinem Zielbahnhof Dannenberg, wo die Castoren für die Fahrt ins Zwischenlager Gorleben auf Lastwagen verladen werden.

Der Castor-Zug, der am Freitag in Nordfrankreich gestartet war, hatte am Sonntagmittg mehr als elf Stunden Verspätung. Die Fahrt war mehrfach von Atomkraftgegnern verzögert worden, unter anderem in Altmorschen, südlich von Kassel. Dort seilten sich in der Nacht zwei Castor-Gegner von der rund 75 Meter hohen Fuldatalbrücke ab und hingen nur wenige Meter über den Gleisen.