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Italiens Regierung zerrissen

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Italiens Regierung zerrissen

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Das Experiment ist beendet, nun hat Gianfranco Fini wieder seine eigene Partei: Italiens Parlamentspräsident hat das Bündnis mit Regierungschef Silvio Berlusconi beendet und verlangt nun dessen Rücktritt; dann will er mit ihm über eine neue Regierung verhandeln.

Die Regierung treibe im Moment dahin und kümmere sich nur um das Nötigste, sagt er auf einer Tagung seiner neuen Partei. Sie habe aus dem Blick verloren, was das Wichtigste war – von heute an das
Italien von morgen zu errichten.

Dabei ist es noch nicht lange her, dass beide Männer ihre Parteien zusammenschlossen, sich in den Armen lagen und gemeinsam Großes anstrebten. Gerade ein Jahr später hatten sie sich schon wieder zerstritten.

Inzwischen hat Fini wieder seine eigene Parlamentsfraktion und damit Berlusconi seiner Mehrheit beraubt – auch wenn er ihn neulich noch einmal unterstützt hat. Wenn Berlusconi seine Forderung nicht erfüllt, will Fini seine Parteimitglieder auch aus der Regierung abziehen. Zum Rücktritt zeigt Berlusconi aber traditionell wenig Neigung.