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Anschläge überschatten Regierungsberatungen

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Anschläge überschatten Regierungsberatungen

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Im Irak beraten die nächsten zwei Tage Spitzenpolitiker aller großen Parteien über eine Regierungsbildung. Seit der Parlamentswahl vor acht Monaten streiten sich die Parteien, von denen keine die absolute Mehrheit erreicht hatte, wer neuer Regierungschef werden soll. Der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki erhebt ebenso Anspruch auf den Posten wie Ex-Regierungschef Ijad Allawi.

Al-Maliki erklärte: “Wir wünschen uns eine nationale Versöhnung im Rahmen der gesetzlichen Rechte eines jeden mit dem Ziel, dass wir alle unter einem Dach arbeiten können.”

Unterdessen wurden zwei Anschläge auf schiitische Pilger verübt. In Kerbela, rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt, explodierte eine Autobombe. Mindestens zehn Menschen starben, 38 Menschen wurden verletzt. In der Nachbarstadt Nadschaf explodierte wenige Stunden später eine zweite Autobombe, bei der mindestens drei Menschen getötet wurden. Nadschaf und Kerbela gehören zu den wichtigsten Wallfahrtsorten der schiitischen Muslime weltweit.