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Gorleben: "Atomkraft - nein danke!"

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Gorleben: "Atomkraft - nein danke!"

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So hatte es angefangen in den 70er Jahren.
Mit dieser Großaktion sind die deutschen GRÜNEN gewissermaßen zu ihren Wurzeln zurückgekehrt.
Um Gorleben – das “Zwischenlager” für für die noch Jahrhunderte strahlenden Abfälle aus Atomkraftwerken, wird seit Jahrzehnten gestritten.
Und noch immer ist kein Endlager in Sicht.
Weil die Bundesregierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern will, gehen Demonstranten Deutschlandweit auf die Straße – so viele wie seit 80er Jahren nicht mehr.
Nach dem Willen der gegenwärtigen schwarz-gelben Regierung sollen die 17 deutschen Atomkraftwerke statt bis 2021 bis 2033 laufen,
12 Jahre länger.
Vor neun Jahren hatte eine rot-grüne Regierung unter Kanzler Gerhard Schröder den deutschzen Atom-Ausstieg beschlossen.
Anders als etwa in Frankreich, wo der Strom zu fast 80 Prozent aus Atomkraftwerken kommt, gibt es in Deutschland ein starkes Risikobewußtsein.
Und das nicht nur rund um die Atommeiler, wie hier im norddeutschen Krümmel, wo die Menschen auch durch leukemie-kranke Kinder sensibilisiert sind.
Den “Ausstieg vom Ausstieg”, wie es die zahlreichen Kritiker nennen, kann die Bundeskanzlerin dem Volk nur schwer vermitteln.
Die Naturwissenschaftlerin, Merkel ist Doktor der Physik, dürfte sehr wohl verstehen, worauf sie sich da einlässt. Sie sagt: “Ich weiss, dass viele Menschen sehr skeptisch und kritisch der Kernenergie gegenüber sind. Und wir nehmen diese Sorgen auch durchaus ernst. Und das drückt sich darin aus, dass wir die Kernenergie wirklich als Brückentechnologie nehmen, das heisst nicht länger als unbedingt notwendig.”

Aber wie lange ist “unbedingt notwendig”?
In dieser Frage ist nach wie vor keine Verständigung zwischen Regierenden und Regierten zu erkennen.
Die Frau mit den roten Haaren unter den Anti-Atomkraft-Demonstranten von Goleben heisst auch “Roth”. Claudia Roth. Parteichefin der Grünen.
Natürlich ist der ganze Vorstand der GRÜNEN in Gorleben dabei. Die deutschen GRÜNEN profitieren zur Zeit auch von der Schwäche der Sozialdemokraten. Dabei nutzt Renate Künast die Gunst der Stunde am konsequentesten.
Die Verbraucherministerin der Regierung Schröder will ins Rote Rathaus. Das hat sie am Wochen ende angekündigt mit den Worten: “Ich bin bereit. Ich kandidiere für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin.
Eine Stadt für alle”.

Ein Stadt für alle will Künast schaffen?
In der auch 21 Jahre nach dem Mauerfall längst noch nicht in den Köpfen aller ihrer Bewohner wiedervereingten Stadt ist das ein gewaltiger Anspruch.