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Griechenland: Papandreou läßt die Finger von Neuwahlen

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Griechenland: Papandreou läßt die Finger von Neuwahlen

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Ob Denkzettel oder nicht – Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou macht weiter. Die erste Runde von Kommunalwahlen hatte seine PASOK-Partei als stärkste Kraft überstanden, wenn auch mit starken Stimmenverlusten – nach Hochrechnungen gut 33 Prozent im Vergleich zu fast 44 Prozent bei der Parlamentswahl von 2009.

Vorgezogene Neuwahlen lehnte Papandreou ab:
“Das griechische Volk hat uns vor einem Jahr ins Amt gewählt und damit den Wandel. Den fordert es jetzt ein. Also gehen wir morgen zurück an die Arbeit.”

Zuvor hatte er mit Neuwahlen gedroht, sollte die Wahl verlorengehen. Das hatten die Finanzmärkte mit einem saftigen Strafzuschlang bei den Zinsen für griechische Staatsanleihen quittiert.

Antonis Samaras von der oppositionellen Nea Dimokratia rechnet anders. Er hat auch verloren, aber weit weniger.

Antonis Samaras:
“Wer zur Wahl ging, hat mit großer Mehrheit die Politik Papandreous abgestraft. Und erst recht die, die gar nicht erst hingingen zu dieser Wahlerpressung.”

Die Kontrahenden hatten den ersten Wahlgang seit Finanzkrise und Rettungskrediten zum Stimmungstest für den harten Sparkurs der
Regierung hochstilisiert.

Vier von zehn Wählern waren gar nicht erst zur Abstimmung gegangen, jeder zehnte warf etwas nicht Verwertbares in die Urne.

Die Neuwahl-Drohung hatten die Finanzmärkte Viele Bürgermeister und Regionalgouverneure müssen nun in eine Stichwahl.