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Militär in Myanmar schießt auf Rebellen

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Militär in Myanmar schießt auf Rebellen

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Einen Tag nach den umstrittenen Wahlen in Myanmar sind heftige Kämpfe zwischen dem Militär und Rebellen der Karen-Minderheit ausgebrochen. Unbestätigten Meldungen zufolge wurden mehrere Menschen erschossen.

Mindestens 10.000 Menschen, Angehörige der Karen-Minderheit, flohen über die Grenze nach Thailand.

Angehörige verschiedener Minderheiten waren aus Sicherheitsgründen – so die Militärjunta – von den Wahlen ausgeschlossen worden.

Es waren die ersten Wahlen in Myanmar seit 20 Jahren. Die Junta hatte aber das Wahlverfahren so festgelegt, dass nur dem Regime nahe
Parteien eine Chance auf größere Mandatsblöcke haben.

Die Wahlbeteiligung lag bei nur 60 Prozent. Die Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hatte zu einem Wahlboykott aufgerufen. Die 65-Jährige steht unter Hausarrest.

Ihr Sohn, der sich in Thailand aufhält, darf die Mutter auch weiterhin nicht besuchen. Erneut sei ihm das Visum verweigert worden, berichtet er in Bangkok. Er wisse nicht, wann er nach Myanmar werde einreisen dürfen.

Aung San Suu Kyi hat 15 der vergangenen 21 Jahre isoliert in ihrem Haus verbracht.