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Zusammenstöße in Westsahara

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Zusammenstöße in Westsahara

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Marokkanische Sicherheitskräfte haben in der Westsahara eine Protest-Zeltstadt niedergerissen.
Die rund 20 000 Bewohner flüchteten in die 15 Kilometer entfernte Hauptstadt El-Aiún.
Dort kam es zu weiteren Zusammenstößen mit der Polizei. Mehrere Menschen kamen ums Leben; die marokkanischen Behörden sprachen von zwei getöteten Marokkanern, die Rebellenbewegung Polisario hingegen erklärte, 13 Bewohner der Zeltstadt seien getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.
Die Westsahara ist eine ehemalige spanische Kolonie. Marokko hatte den größten Teil des Gebiets nach dem Abzug der Spanier 1975 annektiert. Nach jahrelangem Kampf mit der Polisario schlossen beide Seiten vor fast zwanzig Jahren unter UN-Vermittlung einen Waffenstillstand, der zwar bis heute eingehalten wird, aber eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht.
Doch unterdessen kamen die beiden Seiten wie geplant in New York zu Gesprächen zusammen.