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Hohe Geldstrafen für mehrere Airlines

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Hohe Geldstrafen für mehrere Airlines

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Die EU-Kommission in Brüssel hat 11 internationale Fluglinien wegen Preisabsprachen zu Geldstrafen verurteilt. Insgesamt 800 Millionen Euro müssen die Airlines zahlen. Bereits Ende 2007 hatte die Kommission sie beschuldigt, ein Kartell im Luftfrachtbereich gebildet zu haben. Den größten Brocken, nämlich rund 310 Millionen Euro, hat Air-France-KLM zu berappen, von British Airways werden 104 Millionen Euro fällig, von Cargolux knapp 80 Millionen.

Laut EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia wurde noch Schlimmeres verhindert. “Hätte die Kommission nicht interveniert, hätte das Kartell noch lange weiterbestanden”, meinte er, “und wahrscheinlich hätte es in der Wirtschaftskrise noch mehr Schaden für Unternehmen und Konsumenten angerichtet.”

Der lachende Zwölfte ist die deutsche Lufthansa, die zu den führenden Cargounternehmen in Europa zählt: Sie bleibt straffrei, denn sie hatte die EU-Kommission über die Existenz des Kartells informiert und fungierte im anschließenden Prozess als Kronzeugin.