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Cholera-Epidemie nicht aufzuhalten

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Cholera-Epidemie nicht aufzuhalten

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Die Cholera-Epidemie hat Haitis Hauptstadt erreicht. Nach Regierungsangaben gibt es das erste Todesopfer in Port-au-Prince. Mehr als 580 Menschen sind bisher an der Seuche gestorben. Mindestens 9.500 Menschen mussten medizinisch behandelt werden. Inzwischen ist die Epidemie zur Frage der nationalen Sicherheit geworden. Die Krankheit verbreitet sich vor allem über Wasser und Nahrung.

Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation befürchtet nun in den Armenvierteln eine rasche Ausbreitung der Epidemie, die Mitte Oktober im Norden des Landes ausgebrochen ist. Der Vizedirektor der Organisation sagte: “Port-au-Prince ist ein ausgedehnter Slum, in dem die Sanitäreinrichtungen und die Wasserversorgung sehr schlecht sind. Dies sind optimale Bedingungen für eine rasche Verbreitung der Cholera.”

Verschärft hatte die Lage noch Hurrikan “Tomas”, der vergangene Woche übers Land zog. Wegen der Sturmgefahr hatten die Behörden zwei von vier Cholera-Behandlungszentren wieder abbauen müssen. Haiti kämpft außerdem mit den Folgen des verheerenden Erdbebens vom Januar. Über eine Million Menschen wurden obdachlos und leben seitdem in riesigen Zeltlagern.