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Christen in Angst

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Bei einer Serie von Anschlägen sind in Bagdad mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 33 Menschen verletzt. Der Anschlag richtete sich gegen Christen. In den frühen Morgenstunden wurden Wohnhäuser von Christen mit Mörsergranaten und selbst gebauten Sprengsätzen in mehreren Vierteln angegriffen. Die Anschläge ereigneten sich innerhalb von zwei Stunden.

Ein Anwohner über die Täter: “Man braucht nicht zu sagen, wer dahinter steckt. Das ist doch offensichtlich. Wir wollen nicht sagen, wer es ist. Erst die Kirche und jetzt ist das passiert. Es ist einfach offensichtlich.”

Erst vor zehn Tagen waren bei einem Geiseldrama in einer katholischen Kirche 52 Menschen getötet worden. Zu der Tat hatte sich Al-Kaida bekannt und weitere Angriffe auf Christen im Irak angekündigt. Die Zahl der im Irak lebenden Christen nimmt seit der US-Invasion rapide ab. 2003 lebten 450.000 Christen im Irak, heute sind es nur noch 150.000.