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Pompeji sorgt für Regierungskrise

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Pompeji sorgt für Regierungskrise

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Italien steht vor einer Regierungskrise, die zu vorgezogenen Wahlen führen könnte.
Nach einer schmerzhaften Abstimmungsniederlage für Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi im Parlament spitzt sich der Machtkampf in Rom weiter zu. Die Opposition fordert seinen Rücktritt und auch den von Kulturminister Sandro Bondi. Dessen Sparkurs sei verantwortlich für den Einsturz eines Gladiatoren-Gebäudes im antiken Pompeji.

Bondi wies die Verantwortung für den Einsturz zurück. Er verdiene eine solche Behandlung nicht und dies sei nur ein Zeichen, dass sich der politische Kampf weiter verschärfe. Dario Franceschini von der Demokratischen Partei sieht das anders. Die Mehrheit des Abgeordnetenhauses fordere die Ablösung Bondis. Deshalb solle er nun seine Konsequenz daraus ziehen und zurücktreten.

Das Juwel der römischen Antike ist seit vergangenem Samstag um eine Attraktion ärmer. Schwere Regenfälle hatten das knapp 2000 Jahre alte Haus einstürzen lassen. Dringend notwendige Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden kommen dort nicht rasch genug voran.