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Skandal um Holocaust-Fonds

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Skandal um Holocaust-Fonds

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In den USA ist ein groß angelegter Betrug aufgedeckt worden. Rund 30,5 Millionen Euro sollen in den vergangenen Jahren aus einem Holocaust-Fonds an unrechtmäßige Empfänger überwiesen worden sein. Laut Staatsanwaltschaft wurden inzwischen 17 Personen angeklagt, darunter sechs Angestellte des Holocaust-Fonds.

Der Betrug verlief meist nach dem gleichen Schema ab. Staatsanwalt Preet Bharara erläutert: “Bewerber, meist aus der russisch-jüdischen Gemeinde, wurden von den Mitgliedern des Fonds rekrutiert. Sie mussten Pässe und Geburtsurkunden vorlegen, im Austausch dafür erhielten sie das Versprechen, Geld aus dem Fonds zu bekommen. Dabei wurden Unterlagen gefälscht, um die Vorgaben des Fonds zu erfüllen.”

So hatten Personen Gelder aus dem Fonds erhalten, die erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geboren wurden oder nicht jüdischer Abstammung waren. Am Ende hatten die Mitarbeiter einen Teil der Zahlungen selbst behalten. Bisher wurden 5.000 gefälschte Anträge entdeckt.