Eilmeldung

Eilmeldung

Westsahara: Marokko und Polisario bleiben im Gespräch

Sie lesen gerade:

Westsahara: Marokko und Polisario bleiben im Gespräch

Schriftgrösse Aa Aa

Marokko und die Rebellenbewegung Polisario bleiben im Gespräch über die Westsahara – obwohl
marokkanische Sicherheitskräfte ein Protestcamp vor den Toren der Hauptstadt El Aiún gewaltsam geräumt haben. Daraufhin kam es zu schweren Zusammenstößen. Die Gespräche sollen unter der Ägide der UNO im Dezember in New York weitergehen.

Nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien
hatte Marokko 1975 den größten Teil der Westsahara annektiert. Seit knapp zehn Jahren kontrolliert die Polisario den Osten des Gebiets.

Marokkaner in der Hauptstadt El Aiun wollen, dass das Territoriums bei Marokko bleibt.

Nach jahrelangem Kampf hatten Marokko und die Polisario vor fast zwanzig Jahren unter UN-Vermittlung einen Waffenstillstand geschlossen.

Die Spannung stieg, nachdem die Polisario nach der Räumung des Camps wenigstens zehn Tote und zahlreiche Verletzte und Vermisste beklagte.

Der Aktivist für eine Volksabstimmung in der Westsahara, Lahcen Dalil:

“Wir können nicht nach draußen.” Daher könne er über die Zahl der Toten nur sagen, er habe einen gesehen. Man könne nur per Telefon Kontakt mit Freunden halten. Es gebe mehrere Tote, aber wie viele genau könne er nicht sagen.

Die rund 20.000 Bewohner der Protest-Zeltstadt hatten Arbeitsplätze und bessere Lebensbedingungen gefordert. Das prekäre Camp vor den Toren von El Aiún war in nur zwei Wochen auf 7.000 Zelte angewachsen.