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Aung San Suu Kyi - das Porträt einer mutigen Frau

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Aung San Suu Kyi - das Porträt einer mutigen Frau

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Das Lächeln einer mutigen Frau, die seit mehr als 20 Jahren dem Unrecht in ihrer Heimat trotzt. Mut hat eine Tradition in dieser Familie. Als sie 1945 geboren wurde, hiess das Land noch Britisch-Birma. Ihr Vater war ein Vorkämpfer für die Unabhängigkeit. In seine Fußstampfen trat sie 1989, als sie nach dem Sturz von Militärdiktator Ne Win ihre “Nationale Liga für Demokratie” gründete.
 
Ihr Vater hatte nur für wenige Wochen das Glück, in dem unabhängigen Staat zu wirken, für den er so lange gekämpft hatte. Die Tochter war erst 2 Jahre alt, als der Vater ermordet wurde. Ihre Mutter führte das Werk des ermordeten Gatten weiter, u.a. als Botschafterin Birmas in Indien, wo die Tochter aufwuchs. Sie studierte in England, heiratete, bekam zwei Söhne. Als 1988 die Mutter erkrankte, fuhr sie nach Rangun – und geriet mitten hinein in den politischen Umbruch.

Erzogen im Geiste der Verantwortung für ihr Volk blieb sie – fern von Mann und Söhnen. Ertrug den ersten Hausarrest und gewann mit ihrer Partei die Wahlen, was die Militärs nicht anerkannten.

Es folgten Haft und Hausarrest – die Welt bekam sie nur als das stets lächelnde Gesicht hinter dem Zaun zu sehen. Als die Militärs die 1995 reisen lassen wollten, verzichtete sie aus Sorge, nicht wieder in ihr Land gelassen zu werden.

Sie sah ihre Söhne nicht aufwachsen. Sie hielt aus, als 1999 ihr Mann im fernen England an Krebs erkrankte und starb. Wieder und wieder wurde ihr Hausarrest verlängert – so sehr fürchten´die mächtige Militärs diese zierliche Frau.

2009 bahnte sich eine gewisse Kursänderung an. General Than Shwe revidierte ein neues  Urteil zu Gefängnis und Zwnagsarbeit  - unter Hinweis auf die Verdienste ihres Vaters.

Einer ihrer Mitkämpfer, der in London lebt, sagt über sie, wann immer sie durch eine Stadt in Birma gehe, bestehe die Möglichkeit, dass sie die Öffentlichkeit gegen das Regime mobilisiere. Das sei nie auszuschließen.
 
Darum hat das Regime sie immer wieder weggesperrt . Darum musste ihre Söhne für sie die vielen internationalen Preise entgegennehmen.

Vom Sacharow-Preis des EU-Parlaments bis zum Friedensnobelpreis .