Eilmeldung

Eilmeldung

Bosnien vereidigt neue Präsidenten

Sie lesen gerade:

Bosnien vereidigt neue Präsidenten

Schriftgrösse Aa Aa

Mehr Zusammenarbeit auf dem Weg Richtung EU haben die drei neuen Präsidenten von Bosnien-Herzegowina bei ihrer Vereidigung an diesem Mittwoch gelobt. Doch wie sie diesen Weg beschreiten wollen, darüber scheiden sich die Geister. Die drei Präsidiumsmitglieder, die die serbische, kroatische und bosnische Bevölkerung vertreten, rotieren im Amt des Präsidenten. Der serbisch-bosnische Präsident Radmanovic will nicht vorbehaltlos den Vorgaben der EU folgen – die Republik Srpska fürchtet um ihre Kompetenzen:

“Europa sollte uns Rat geben und helfen und uns vielzählige Lösungen anbieten, welche europäische Standards erfüllen. Es sollte uns aber nicht endgültige Lösungen aufzwingen und dann zwischen uns den Schiedsrichter spielen.”

Sein bosnisch-muslimischer Kollege, der Sohn von Alija Izetbegovic, hielt dagegen: “Wir alle in der Region sind an Fortschritten hin zur EU-Mitgliedschaft interessiert. Es wird keinen Fortschritt geben ohne echte regionale Zusammenarbeit zwischen Ländern, die gemeinsame Grenzen teilen.”

Die EU fordert von Bosnien Reformen und mehr Macht für zentralstaatliche Institutionen. Die Teilung des Landes und anhaltende ethnische Spannungen behindern Bosnien bisher auf dem Weg Richtung EU und NATO.