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Cameron will sich von Londoner Krawallen nicht beirren lassen

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Cameron will sich von Londoner Krawallen nicht beirren lassen

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Der britische Premierminister hat die gewalttätigen Proteste gegen seine Sparpläne scharf verurteilt.

Am Mittwoch hatten in London rund 50.000 Menschen gegen die geplante Erhöhung der Studiengebühren demonstriert. Dabei griffen Studenten Polizisten an und stürmten die Parteizentrale der Konservativen. Sie verletzten mehrere Polizisten und richteten erheblichen Sachschaden an.

Premierminister David Cameron, zurzeit beim G20-Treffen in Seoul, forderte, mit “aller Härte des Gesetzes” gegen die Randalierer vorzugehen. Er hält an seinen Sparplänen fest: “Wir halten den Ansatz für richtig, dass wir die Universitäten unterstützen müssen, dass aber auch die jungen Leute, die studieren wollen, einen Beitrag zu ihrer Ausbildung leisten müssen. In der Vergangenheit war es nicht korrekt, dass viele Leute, so wie ich, kostenlos zur Uni gehen konnten, was andere bezahlten, die mit 16 die Schule verließen und dann ihre Steuern zahlten. Gut, wer protestieren will, hat natürlich das Recht dazu. Aber er hat kein Recht, Polizisten anzugreifen, Eigentum zu zerschlagen und Menschen zu bedrohen, die ihrem Alltag nachgehen.”

Die Randale waren die ersten gewaltsamen Proteste gegen das Sparpaket der konservativ-liberalen Koalition. 50 Personen wurden vorübergehend festgenommen. Die Polizei geriet in die Kritik, weil sie den zehntausenden Demonstranten mit nur rund 200 Beamten hilflos gegenüberstand.