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G20-Gipfel in Seoul - wo bitte geht's nach Bretton Woods ?

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G20-Gipfel in Seoul - wo bitte geht's nach Bretton Woods ?

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Droht ein Abwertungs-Wettlauf ? Was tun gegen die Handelsungleichgewichte ? Zwei Tage lang ringen die Staats- und Regierungschefs der 20
stärksten Volkswirtschaften auf dem G20-Gipfel in Südkoreas Hauptstadt Seoul ab heute um Antworten – geschenkt gibt es da nichts.

So will die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht, dass ein stabiler Euro zum Opfer der Wechselkursrangeleien der anderen wird.

Chinas Präsident Hu Jintao hat einen neuen Boom im Exportüberschuss im Gepäck. “Setzen, Sechs” bekam US-Präsident Barack Obama gerade sinngemäß von einer chinesischen Rating-Agentur zu hören. Sie setzte die Kreditnoten von Chinas Großschuldner herunter – die USA wollten wohl ihre Schulden gar nicht zurückzahlen. Hintergrund ist eine 600-Milliarden-Dollar-Geldvermehrung der US-Notenbank Fed.

Spitze sind schon jetzt die Sicherheitsvorkehrungen. Insgesamt wurden 50.000 Polizisten und 10 000 Soldaten mobilisiert – so viele wie noch nie bei einem G20-Gipfel. Sie sollen unter anderem Globalisierungsgegner vom Tagungszentrum fernhalten. Am Sonntag hatten etwa 20 000 G20-Gegner schon mal demonstrieren geübt – fast perfekt gewaltfrei.