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Globalisierungsgegner machen gegen G20 mobil

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Globalisierungsgegner machen gegen G20 mobil

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In Seoul haben tausende Globalisierungsgegner gegen den G20-Gipfel mobil gemacht. Mit Schildern auf denen “Stopp G20” steht, machten sie ihrem Unmut Luft. Die Demonstranten fordern unter anderem eine fairere Verteilung des Wohlstands und Jobsicherheit. An der Kundgebung nahmen Mitglieder von rund 80 nicht-staatlichen Organisationen und Gewerkschaften sowie Studenten teil.

Ein Teilnehmer erklärte: “Zum einen kann der G20-Gipfel nicht die globale Wirtschaft regieren. Andere Länder sind von dem Treffen ausgeschlossen. Zum anderen werden starke Führungskräfte gebraucht, denn wir befinden uns in einer gobalen Krise.”

Nach Angaben der Veranstalter nahmen etwa 10.000 Demonstranten an der Kundgebung teil. Bereits am Sonntag waren tausende Menschen gegen den G20-Gipfel auf die Straßen gegangen.

Ein Demonstrant sagte: “Ich bin hier, um die Kapitalisten anzuprangern. Sie laden die Verantwortung auf den einfachen Arbeiter ab.”
Eine Teilnehmerin betonte: “Während der anhaltenden Wirtschaftskrise verzichten die Politiker auf Steuersenkungen und kürzen im Sozialwesen. Ich nehme teil, weil ich den G20-Gipfel verurteile.”

Für die Polizei ist das Mammutttreffen die bisher größte Sicherheitsaktion. Insgesamt wurden 50.000 Polizisten und 10.000 Soldaten mobilisiert. Aber nicht nur die Demonstranten sind der Polizei ein Dorn im Auge. Sie sieht auch Gefahren durch den Terrorismus und Nordkorea.

euronews-Korrespondent Seamus Kearney: “Die Behörden halten zwar die Demonstranten von dem Tagungsort fern, aber der Protest findet trotzdem statt. Gewerkschaften als auch Globalisierungsgegner zeigten sich fest entschlossen, sich bemerkbar zu machen. Sie demonstrieren um für Aufmerksamkeit zu sorgen. Deshalb sind sie hier im Zentrum Seouls, rund 15 Kilometer vom Tagungsort entfernt.”