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Russischer Spion: Verräter oder "talentierter Abenteurer"

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Russischer Spion: Verräter oder "talentierter Abenteurer"

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Gut vier Monate nach der Affäre um
russische Agenten in den USA haben russische Medien die Jagd auf den mutmaßlichen Verräter eröffnet. Oberst Schtscherbakow (kein Vorname bekannt) vom russischen Auslandsgeheimdienst sei es gewesen, der den Amerikanern die Namen preisgegeben habe, berichtete die Zeitung “Kommersant”.

Der Oberst hält sich laut “Kommersant” momentan in den USA auf, und – so spekuliert die Zeitung – ein Tötungskommando sei schon auf ihn angesetzt.

Die vom Oberst angeblich verratenen, russischen Spione waren im Juli in einem spektakulären Manöver in Wien gegen vier in Russland inhaftierte US-Spione ausgetauscht worden.

Ministerpräsident Wladimir Putin hatte damals gesagt: “Verräter finden ein schlimmes Ende. Sie wissen, was sie tun. Sie setzen ihr Leben und das Leben ihrer Familien aufs Spiel.” Damit meint der ehemalige Geheimdienstchef aber nur die Spione, die nicht im Dienste Russlands spionieren. Denn: Im Oktober zeichnete Präsident Dmitri Medwedew die heimgekehrten, russischen Spione mit der Tapferkeitsmedaille aus und lobte sie als “talentierte Abenteurer”.