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Tödliches Paket aus dem Jemen sollte über den USA explodieren

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Tödliches Paket aus dem Jemen sollte über den USA explodieren

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Die Alarmstimmung war berechtigt. Mindestens eines der Luftpost-Pakete aus dem Jemen, die seit einer Woche weltweit die Sicherheitsbehörden beschäftigen, enthielt eine tödliche Bombe. Sie sollte in einem Flugzeug über den USA explodieren. Das hat die britische Polizei herausgefunden.

Zwei in Druckerpatronen versteckte Sprengsätze waren in Luftpostsendungen in Dubai und Großbritannien entdeckt worden. Das in Großbritannien abgefangene Paket war am Flughafen Köln-Bonn umgeladen worden.

Was aussah wie ein Computer-Drucker, enthielt in einer Druckerpatrone rund 400 Gramm des hochwirksamen Sprengstoffs PETN. Nach Einschätzung von Ermittlern hätte die Bombe eine gewaltige Explosion ausgelöst. Die Sprengvorrichtung sei ein Werk von Profis. Selbst Experten des BKA hatten den Sprengsatz auf Röntgenbildern nicht auf den ersten Blick erkannt.

Beide Sendungen waren an jüdische Einrichtungen in Chicago adressiert. Al Qaida Jemen hat sich als Absender zu erkennen gegeben.

In vielen Ländern wird nun an zusätzlichen Kontrollbestimmungen gearbeitet.

So dürfen Reisende seither zum Teil keine Druckerpatronen ab einem bestimmten Gewicht mehr an Bord von US-Flügen mitnehmen. “Hochrisiko-Frachtgut” soll nicht mehr auf Passagierflügen zuladen werden.