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Anklagen wegen illegalen Organhandels im Kosovo

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Anklagen wegen illegalen Organhandels im Kosovo

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Wegen illegalen Organhandels hat der EU-Staatsanwalt im Kosovo sieben Personen formell angeklagt. Die Gruppe soll Organspender aus Moldawien, Kasachstan, Russland und der Türkei angeworben haben – mit dem Angebot von rund 15.000 Euro für eine Niere. Dafür mussten die Organempfänger bis zu 100.000 Euro zahlen.

Vor zwei Jahren flog das Geschäft auf. Der Besitzer und Chefarzt der Klinik Medicus und ein weiterer Arzt wurden daraufhin festgenommen. Mitte Oktober wurde gegen fünf Personen Anklage erhoben, nun kamen zwei weitere hinzu. Doch nur zwei Angeklagte befinden sich im Kosovo in Haft.

Für den Fall ist die EU-Staatsanwaltschaft der einstigen serbischen Provinz zuständig – im Rahmen der Polizei- und Justizmission im Kosovo (Eulex).