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G-20 steuern auf Kompromiss zu

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G-20 steuern auf Kompromiss zu

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Das G-20-Treffen der wichtigsten Wirtschaftsmächte
in Südkorea läuft auf einen Kompromiss hinaus: Nach bisherigen Berichten werden die Staats- und Regierungschefs Richtlinien vereinbaren, um
wirtschaftliche Ungleichgewichte besser zu erkennen
und danach zu handeln – wie zum Beispiel im Welthandel, zwischen Einfuhr- und Ausfuhrländern.

Was genau aber dafür die Kriterien sein werden, wird demnach erst in den nächsten Monaten noch festgelegt und im kommenden Jahr beraten.

“Es gab natürlich unterschiedliche Ansichten und unterschiedliche Interessen”, sagt der kanadische Politikforscher Alan Alexandroff. “Es gibt Ausfuhrländer, Einfuhrländer, schnell wachsende Länder wie Indien, China oder Brasilien, langsam wachsende Länder wie Europa und die USA: Und das führt dann auch zu Meinungsverschiedenheiten darüber, wie man das Wirtschaftswachstum voranbringen will.”

Einigkeit herrscht dagegen bei der Reform des Internationalen Währungsfonds, auf die sich schon die G-20-Finanzminister geeinigt hatten. Dort bekommen neue Wirtschaftsmächte wie China jetzt mehr Einfluss. Länder wie Deutschland geben Anteile ab.

“Wie stehen nun die Chancen”, fragt Euronews-Reporter Seamus Kearney in Seoul; “für eine Abschlusserklärung mit spürbarem Fortschritt und echtem Inhalt? Manche Diplomaten sind da zuversichtlicher als andere: Diese sagen, ein einziger Gesprächstag reicht einfach nicht, um bei so vielen verschiedenen Prioritäten all diese komplexen Probleme zu lösen.”