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Italiens Regierungskrise schwelt weiter

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Italiens Regierungskrise schwelt weiter

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In Italiens Regierungskrise ist ein Vermittlungsversuch ergebnislos geblieben. Vermittler war Umberto Bossi, Parteichef der Liga Nord und damit wichtigster Verbündeter des bedrängten Regierungschefs Silvio Berlusconi.

Bossi wollte den abtrünnigen Partner Gianfranco
Fini auf eine so genannte gelenkte Krise einschwören: Rücktritt von Berlusconi, aber eine neue Regierung wieder unter ihm.

Ob Fini da mitmache, fragen Reporter – so ziemlich, sagt Bossi daraufhin nur.

Fini hat sich mit Berlusconi zerstritten. Die gemeinsame Partei, gerade erst letztes Jahr gegründet, hat er mit Anhängern schon wieder verlassen. Ohne ihn hat Berlusconi aber im Parlament keine Mehrheit mehr. Einen Rücktritt lehnt er jedoch weiterhin ab.

Die Querelen der letzten Zeit treffen Berlusconi jetzt auch finanziell: Die Aktie seiner Firmengruppe Mediaset ist in nur zwei Tagen um zehn Prozent abgerutscht – ein Wertverlust von sechshundert Millionen Euro.