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Mehr Choleratote auf Haiti

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Mehr Choleratote auf Haiti

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Die Zahl der Choleratoten auf Haiti steigt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben bisher mehr als 800 Menschen an der Durchfallerkrankung.

Nach heftigen Erdbeben im Januar fehlt es den Menschen vor allem in den Slums des Landes an sauberem Trinkwasser und Toiletten.

Die ersten Infektionen waren vor drei Wochen bekannt geworden. Nun breitet sich der Erreger auch in der Hauptstadt Port-au-Prince über die Grenzen der Slums in die übrigen Stadtgebiete aus.

Das größte Infektionsrisiko ergibt sich aus dem engen Zusammenleben der Menschen, erklärt Virgine Gauder, Krankenschwester in Port-au-Prince:

“Der Erreger überträgt sich weniger über das Trinkwasser als vielmehr von Mensch zu Mensch. Das enge Miteinander der Menschen begünstigt die Ansteckung. Sie leben in Slums und dort ist wirklich sehr wenig Platz. Die Zahl der Erkrankungen steigt jeden Tag.”

Die Karibikinsel war im Januar von starken Erdstößen erschüttert worden. Allein in der Region um die Hauptstadt leben noch immer mehr als eine Millionen Menschen unter teils katastrophalen hygienischen Bedingungen in provisorischen Zeltlagern.